Für Sperrmüll in Niederösterreich ist nicht die MA 48 zuständig, sondern die eigene Wohnsitzgemeinde. 560 der 573 Gemeinden haben sich dafür zu 22 regionalen Umweltverbänden zusammengeschlossen. Abgegeben wird in rund 430 Altstoffsammelzentren. Der Zutritt gelingt nur mit Karte oder Meldenachweis. Haushaltsübliche Mengen deckt meist die laufende Abfallgebühr ab, alles darüber wird zusätzlich verrechnet.
Wer Sperrmüll in Niederösterreich loswerden möchte, sucht meist zuerst nach dem nächsten Mistplatz. Diesen Begriff gibt es außerhalb Wiens allerdings nicht. Auch die Telefonnummer der MA 48 hilft in Mödling oder Gänserndorf nicht weiter.
Wir räumen täglich mit Fixpreis in Wien, im niederösterreichischen Umland und im Burgenland und dabei erleben wir denselben Irrtum immer wieder. Deshalb erklären wir hier, wie Sperrmüll in Niederösterreich tatsächlich organisiert ist, und zwar so, wie es an der Schrankenanlage funktioniert.
Wer ist für Sperrmüll in Niederösterreich zuständig?
Für Sperrmüll in Niederösterreich ist Ihre Wohnsitzgemeinde zuständig, nicht eine zentrale Magistratsabteilung. Das niederösterreichische Abfallwirtschaftsgesetz verpflichtet die Gemeinde, Siedlungsabfälle im sogenannten Pflichtbereich zu erfassen. Umgekehrt müssen Eigentümer und Nutzungsberechtigte genau diese Einrichtungen benutzen.
Weil das für einzelne Orte kaum leistbar wäre, haben sich die Gemeinden zusammengetan. Von 573 Gemeinden gehören 560 einem der 22 regionalen Umweltverbände an. St. Pölten, Krems und Klosterneuburg betreiben eine eigene, verbandsähnliche Organisation.
Der Abfallverband der Gemeinde plant die Sammlung, betreibt die Anlagen und verwertet das Material. Die Gemeinde selbst hebt die Abfallgebühr ein und legt die Details fest. Daher fällt die Antwort für Sperrmüll in Niederösterreich schon im Nachbarort anders aus. Mehr zum Aufbau lesen Sie beim Land Niederösterreich und bei den NÖ Umweltverbänden.
Für die Praxis heißt diese Struktur vor allem eines. Ihre erste Anlaufstelle ist nie eine Landesbehörde, sondern das Gemeindeamt oder der Abfuhrkalender im Postkasten. Dort stehen Termine, Öffnungszeiten und Entgelte für genau Ihre Adresse.
Was ist ein Altstoffsammelzentrum für Sperrmüll in Niederösterreich?
Ein Altstoffsammelzentrum, kurz ASZ, ist die bewachte Abgabestelle einer Gemeinde oder eines Verbands. Landesweit gibt es rund 430 solcher Anlagen für Sperrmüll in Niederösterreich. Viele werden derzeit zu größeren Wertstoffzentren ausgebaut, die höhere Qualitätsanforderungen erfüllen.
Der Wiener Mistplatz sieht ähnlich aus, folgt aber anderen Regeln. In Wien betreibt die MA 48 die Standorte, und die Tarife gelten stadtweit einheitlich. Details dazu stehen in unserem Ratgeber zu den Wiener Abgabestellen der MA 48.
Bei Sperrmüll in Niederösterreich entscheidet dagegen der Verband über Öffnung, Fraktionen und Entgelte. Deshalb hilft ein Blick auf die Landkarte wenig, ein Blick in den Abfuhrkalender dagegen sehr.
Auch die Bezeichnungen wechseln. Manche Verbände sprechen weiterhin vom Altstoffsammelzentrum, andere bereits vom Wertstoffzentrum oder vom Ressourcenpark. Gemeint ist jeweils dieselbe bewachte Anlage mit getrennten Mulden und Personal.
Sechs Wege bringen Sperrmüll in Niederösterreich aus der Wohnung:
- Abgabe im Altstoffsammelzentrum der eigenen Gemeinde
- Abgabe im regionalen Wertstoffzentrum des Verbands
- Angemeldete Sperrmüllabholung der Gemeinde am Straßenrand
- Mobile Sperrmüllsammlung einzelner Verbände auf Antrag
- Wiederverwendung über Re-Use-Ecken, Verschenkbörsen und Altwarenhandel
- Beauftragte Räumung durch einen befugten Entsorgungsbetrieb
Wer darf ein Altstoffsammelzentrum benutzen und was muss man mitbringen?
Wer Sperrmüll in Niederösterreich abgeben will, braucht einen Wohnsitz in der Trägergemeinde und einen Nachweis. Fast überall öffnet eine Berechtigungskarte die Schranke. In Guntramsdorf erhält jeder Haushalt eine Servicecard per Post, auch bei Nebenwohnsitz. Alternativ gibt es dort einen QR-Code in der Gemeinde-App.
Andere Orte lösen es ähnlich. Korneuburg gibt eine Bürgerkarte aus, die bei jedem Zutritt die Schrankenanlage öffnet. Der Abfallverband Schwechat verteilt die AWS Card, mit der alle Sammelzentren im Verbandsgebiet nutzbar sind. Klosterneuburg gibt die Poldi Card aus, die aber nur Grün- und Strauchschnitt am Abend abdeckt.
In St. Pölten dürfen ausschließlich Fahrzeuge mit St. Pöltner Kennzeichen einfahren. Zweitwohnsitzer und Firmenwagenfahrer brauchen seit 1. Juni 2026 keinen Berechtigungsschein mehr. Für sie genügen seither ein gültiger Meldezettel und ein Lichtbildausweis.
Der Gemeindeverband im Bezirk Baden formuliert die Grundregel besonders deutlich. Nutzen dürfen die Anlage alle privaten Haushalte, die an die öffentliche Müllabfuhr angeschlossen sind und einen Restmüllbehälter haben. Gewerbliche Abfälle bleiben ausgeschlossen und gehören zu privaten Entsorgungsbetrieben.
Diese Punkte prüfen wir vor jeder Fahrt mit Sperrmüll in Niederösterreich:
- Gültige Karte oder Meldenachweis für genau diese Gemeinde
- Altstoffsammelzentrum Öffnungszeiten: je Gemeinde verschieden, in Korneuburg Montag bis Samstag, in Guntramsdorf an vier Tagen
- Fahrzeuggröße und Kennzeichen, weil manche Anlagen nur Pkw und Anhänger zulassen
- Getrennte Ladung, weil Altholz, Metall und Sperrmüll in verschiedene Mulden gehen
- Gewerbliche Abfälle bleiben ausgeschlossen und müssen zu privaten Entsorgern
Was kostet Sperrmüll in Niederösterreich, und wie viel deckt das Jahreskontingent?
Haushaltsübliche Mengen sind in der laufenden Abfallgebühr enthalten, darüber hinaus wird nach Menge verrechnet. Was als haushaltsüblich gilt, definiert jeder Verband selbst. Genau deshalb kursieren zu Sperrmüll in Niederösterreich so viele widersprüchliche Zahlen.
Der Gemeindeverband für Abfallwirtschaft im Bezirk Baden nennt eine klare Obergrenze. Zulässig sind zwei Kubikmeter je Anlieferung, beispielhaft etwa zwei Fernsehgeräte, vier Autoreifen ohne Felge oder eine große Couch. Korneuburg rechnet dagegen nach Gewicht und stellt 200 Kilogramm je Haushalt und Jahr ohne Zusatzentgelt bereit.
Beispiel | Mengenregel | Zusätzlich verrechnet |
GVA Baden (Bezirk Baden) | 2 m³ je Anlieferung, nur Haushalte mit Restmüllbehälter | Gewerbemüll ausgeschlossen, Bauschutt gemeindeweise geregelt |
Korneuburg | 200 kg Sperrmüll je Haushalt und Jahr | Übernahmeentgelt laut Tarif für jedes Kilogramm über 200 |
Guntramsdorf | Haushaltsübliche Mengen Sperrmüll, Altholz, Metall, Grünschnitt | Restmüll 5,00 € je 50 Liter, Bauschutt 4,50 € je 50 Liter, Pkw-Reifen ohne Felge 4,00 € |
St. Pölten | Kofferraummenge, eine Anfahrt pro Tag | Bauschutt höchstens 20 kg je Quartal |
Ein Rechenbeispiel aus unserer Praxis: Eine aufgelöste Dreizimmerwohnung ergibt erfahrungsgemäß acht bis zwölf Kubikmeter lose Ware. Bei zwei Kubikmetern je Anlieferung sind das vier bis sechs Fahrten. Wer nur samstags Zeit hat, ist damit über einen Monat beschäftigt.
Dazu kommen die Nebenkosten, die kaum jemand einrechnet. Ein Anhänger muss geliehen, beladen und wieder zurückgebracht werden. Sperrige Stücke wie eine Schrankwand passen ohnehin erst zerlegt hinein.
Wichtig ist außerdem der Unterschied zwischen Kontingent und Anlieferungsgrenze. Eine Jahresmenge wie in Korneuburg dürfen Sie über mehrere Fahrten ausschöpfen. Eine Grenze je Anlieferung wie im Bezirk Baden begrenzt dagegen jede einzelne Fahrt mit Sperrmüll in Niederösterreich.
Wird Sperrmüll in Niederösterreich auch abgeholt wie in Wien?
Ja, jede Gemeinde muss mindestens einmal pro Jahr abholen, allerdings nur nach vorheriger Anmeldung. Das niederösterreichische Abfallwirtschaftsgesetz schreibt zunächst ein Bringsystem vor. Zusätzlich verlangt es einmal jährlich eine Abholung, für die die Gemeinde Termine festsetzt und bekanntgibt.
Fehlt in der Gemeinde eine öffentlich zugängliche Sammelstelle, verdoppelt sich die Pflicht. Dann muss zweimal pro Jahr abgeholt werden, ebenfalls nach Anmeldung durch Eigentümer oder Nutzungsberechtigte. Die Termine setzt die Gemeinde fest und macht sie öffentlich bekannt.
Einzelne Verbände gehen weiter, und der Abfallverband Schwechat bietet zusätzlich eine mobile Sperrmüllsammlung an, die der Liegenschaftseigentümer eigens beantragt. Abgeholt wird dann zu einem vereinbarten Termin direkt vor Ort. Wie das Wiener Verfahren dagegen abläuft, zeigt unser Beitrag zur Abholung durch die MA 48.
Für die Anmeldung gelten überall ähnliche Grundregeln, die wir vor jeder Räumung im Umland abklären. Angemeldet wird durch den Eigentümer oder den Nutzungsberechtigten, meist telefonisch oder über das Formular der Gemeinde.
Beim Bereitstellen zählt die Verkehrssicherheit, denn niemand darf gefährdet werden. Das verlangt das Landesgesetz ausdrücklich. Nicht mitgenommen werden Problemstoffe, Bauschutt und Altreifen, weil diese Fraktionen eine eigene Annahme brauchen.
Was gilt für Sperrmüll im Burgenland?
Anders als Sperrmüll in Niederösterreich läuft im Burgenland alles über einen einzigen Gemeindeverband aller 171 Gemeinden. Er heißt Burgenländischer Müllverband, sitzt in Oberpullendorf und geht auf das burgenländische Müllgesetz aus 1980 zurück. Die operative Arbeit erledigt der Umweltdienst Burgenland als hundertprozentige Tochter.
Die Aufgabenteilung ist im Landesgesetz festgeschrieben. Jede Gemeinde richtet eine öffentliche Abfallsammelstelle für sperrige Abfälle, Problemstoffe und Altstoffe ein. Diese Pflicht entfällt, sobald ein Gemeindeverband die Sammlung übernimmt und eine geeignete Stelle im Verbandsgebiet bereitsteht. Der Verband darf zusätzlich regionale Sammelstellen errichten und betreiben.
Auch beim Sperrmüll im Burgenland zählt der Wohnsitz. Die Sammelstelle in Oberpullendorf öffnet freitags von 8 bis 12 Uhr sowie an jedem ersten Samstag im Monat, ausdrücklich für die Oberpullendorfer Bevölkerung. Der regionale Ressourcenpark Oberwart hat dienstags bis freitags von 7.30 bis 16 Uhr geöffnet, samstags bis 12 Uhr.
Die Gebühren setzt der Verband per Tarifverordnung fest. Für 2026 nennt er beim 120-Liter-Restmüllbehälter mit vierwöchentlicher Abfuhr 96,80 Euro Jahresbeitrag inklusive Umsatzsteuer. Details veröffentlicht der Burgenländische Müllverband laufend.
Wohin mit Problemstoffen, Elektrogeräten und Altreifen?
Diese Fraktionen zählen nicht zum Sperrmüll in Niederösterreich und gehören getrennt abgegeben. Problemstoffe wie Farben, Lacke, Altöl oder Medikamente nehmen die meisten Sammelzentren an, manche jedoch nur an bestimmten Tagen. Elektroaltgeräte werden nach den österreichischen Vorschriften ohnehin gesondert erfasst.
Bauschutt ist der häufigste Streitfall an der Rampe. Korneuburg nimmt weder Bauschutt noch Erde, Reifen oder Problemstoffe an. St. Pölten erlaubt 20 Kilogramm je Quartal, Klosterneuburg begrenzt auf rund 20 Liter je Anlieferung.
Wir sortieren deshalb schon beim Ausräumen. Farbreste, Leuchtmittel und Batterien wandern in eigene Kisten, bevor der erste Schrank herausgetragen wird. Das spart später Zeit und verhindert, dass eine ganze Mulde als Problemstoff eingestuft wird.
Fraktion | Übliche Abgabestelle | Worauf wir achten |
Problemstoffe | Sammelzentrum oder mobiler Sammeltag | Originalgebinde, nicht umfüllen, nie in den Sperrmüll |
Elektrogroßgeräte | Sammelzentrum, Fachhandel bei Neukauf | Vollständig abgeben, Kühlgeräte nicht kippen |
Altreifen | Sammelzentrum, meist gegen Entgelt | Guntramsdorf verrechnet 4,00 € je Pkw-Reifen ohne Felge |
Bauschutt | Gemeindeweise verschieden, oft ausgeschlossen | Vorher anrufen, sonst droht die Rückfahrt |
Grünschnitt | Eigener Lagerplatz oder Sammelzentrum | Saisonzeiten beachten, siehe unsere Räumung von Garten und Grünfläche |
Welche Regeln gelten in den Umlandgemeinden rund um Wien?
Rund um Wien wechseln die Regeln für Sperrmüll in Niederösterreich oft schon nach wenigen Kilometern. Im Bezirk Mödling gilt jedes der 20 Sammelzentren ausdrücklich nur für die eigene Gemeinde. Guntramsdorf verschickt seine Servicecard automatisch an jeden Haushalt.
Perchtoldsdorf öffnet seine Anlage dagegen mit der PCard im Scheckkartenformat oder über die Gemeinde-App. Nördlich der Donau setzt Korneuburg auf die Bürgerkarte samt Schranke. Klosterneuburg öffnet mit der Poldi Card bis 21 Uhr, allerdings nur für Grün-, Baum- und Strauchschnitt.
Der Abfallverband Schwechat betreibt 21 Wertstoff- und Abfallsammelzentren, darunter Fischamend, Himberg, Leopoldsdorf und Zwölfaxing. Mit der AWS Card dürfen Verbandsbewohner jedes davon anfahren. Wer dagegen in Wien gemeldet ist, bleibt draußen.
Genau hier endet die Eigenanlieferung häufig. Bei einer kompletten Haushaltsauflösung samt Kellerabteil reicht kein Jahreskontingent aus. Altstoffsammelzentrum Öffnungszeiten: Guntramsdorf sperrt samstags schon um 12.30 Uhr zu, während der Übergabetermin am Montag drängt.
Ein zweiter Punkt betrifft Zweitwohnsitze und Erbfälle. Wer eine Liegenschaft im Umland geerbt hat, aber in Wien gemeldet ist, steht ohne Karte vor der Schranke. Dann hilft nur die Zutrittskarte des Objekts, ein Anruf am Gemeindeamt oder ein befugter Betrieb.
Was passiert, wenn Sperrmüll in Niederösterreich falsch abgestellt wird?
Illegal abgestellter Sperrmüll in Niederösterreich ist eine Verwaltungsübertretung und kann teuer werden. Das Abfallwirtschaftsgesetz des Bundes verbietet, Abfälle außerhalb genehmigter Anlagen oder geeigneter Orte zu sammeln, zu lagern oder zu behandeln. Wer nicht selbst behandeln darf, muss die Sachen einem Berechtigten übergeben.
Der Strafrahmen ist deutlich. Bei nicht gefährlichen Abfällen reicht er von 450 bis 8.400 Euro, für Gewerbetreibende beträgt die Mindeststrafe 2.100 Euro. Bei gefährlichen Abfällen sind 850 bis 41.200 Euro vorgesehen, gewerblich mindestens 4.200 Euro.
Dazu kommen die Landesstrafen. Das niederösterreichische Landesgesetz sieht bis zu 2.200 Euro vor, bei erschwerenden Umständen bis zu 21.800 Euro. Im Burgenland reichen die Rahmen je nach Delikt von 100 bis 7.500 beziehungsweise von 150 bis 15.000 Euro.
Dazu kommt die Entfernung des Materials auf eigene Kosten. Wichtig ist ein weiterer Punkt, denn das Bundesgesetz macht den Abfallbesitzer dafür verantwortlich, dass er einen berechtigten Sammler beauftragt. Sie haften also mit, wenn eine Billigfirma Ihren Hausrat am Waldrand ablädt.
Lassen Sie sich deshalb immer die Abfallsammler-Berechtigung zeigen. Wir arbeiten ausschließlich mit dokumentierten Entsorgungswegen und übergeben besenrein. Die Rechtsgrundlagen finden Sie im Rechtsinformationssystem des Bundes.
Wann lohnt sich für Sperrmüll in Niederösterreich eine beauftragte Abholung?
Ab etwa vier Kubikmetern oder ohne Aufzug kippt die Rechnung fast immer zugunsten der Abholung, und wir sehen das jede Woche. Zwei Kubikmeter passen weder in einen Kombi noch in einen Samstagvormittag.
Diese Punkte entscheiden bei Sperrmüll in Niederösterreich aus unserer Erfahrung:
- Menge: Mehr als vier Kubikmeter bedeuten mehrere Fahrten und mehrere Kontingente.
- Etage: Ohne funktionierenden Aufzug wird jedes Sofa zur Zweipersonenarbeit.
- Fahrzeug: Ein Anhänger fehlt, ein Leihwagen kostet Zeit, Kaution und Sprit.
- Zeit: Eine Wohnungsübergabe hat einen Fixtermin, ein Sammelzentrum nur begrenzte Stunden.
- Sperrige Stücke: Klavier, Werkbank oder Gefriertruhe brauchen Tragegurte und Erfahrung.
Unser Ablauf ist bewusst schlicht. Zuerst kommt die kostenlose, unverbindliche Besichtigung vor Ort. Danach erhalten Sie einen schriftlichen Fixpreis ohne Nachforderung, inklusive Entsorgung und besenreiner Übergabe. Verwertbare Altwaren rechnen wir als Preisminderung an.
Eine erste Einschätzung liefert unser Rechner für Räumungskosten. Er multipliziert die Quadratmeter mit dem Befüllungsgrad, also 30 Euro bei normalem, 40 Euro bei starkem und 50 Euro bei sehr viel Hausrat. Je Etage ohne funktionierenden Aufzug kommen 150 Euro dazu.
Verbindlich wird der Preis erst nach der Besichtigung. Wie eine professionelle Entrümpelung abläuft, beschreiben wir gesondert.
Worin unterscheidet sich Sperrmüll in Niederösterreich von Wien und Burgenland?
Der Unterschied liegt in drei Punkten, nämlich Behörde, Zutritt und Mengengrenze. Wien arbeitet zentral, Sperrmüll in Niederösterreich regional, das Burgenland landesweit über einen einzigen Verband. Wer diese Aufteilung einmal verstanden hat, sucht danach nicht mehr die falsche Telefonnummer.
Merkmal | Wien | Niederösterreich | Burgenland |
Zuständige Stelle | MA 48 als Magistratsabteilung | Gemeinde, meist über einen von 22 Umweltverbänden | Gemeinde plus Burgenländischer Müllverband, alle 171 Gemeinden |
Abgabestelle | 13 Mistplätze | rund 430 Altstoff- und Wertstoffzentren | kommunale Abfallsammelstellen und regionale Ressourcenparks |
Mengengrenze | ein Kubikmeter je Tag für Privatpersonen | verbandsweise, häufig 2 m³ je Anlieferung oder Jahreskilogramm | gemeindeweise geregelt |
Kostenlogik | stadtweit einheitlicher Tarif | Abfallgebühr der Gemeinde plus Zusatzentgelt | Tarifverordnung des Verbands plus Gemeindeanteil |
Zutritt | ohne Karte, Wohnsitz Wien | Karte oder Meldenachweis der Trägergemeinde | Wohnsitz in der Trägergemeinde |
Problemstoffe | eigene Annahme am Mistplatz | Sammelzentrum oder mobiler Sammeltag | Sammelstelle der Gemeinde |
Für Haushalte an der Stadtgrenze bedeutet das eine klare Trennlinie. Ein Wiener Haushalt darf kein niederösterreichisches Sammelzentrum benutzen. Umgekehrt gilt dasselbe.
Fazit: So erledigen Sie Sperrmüll in Niederösterreich ohne Umwege
Merken Sie sich drei Dinge. Erstens entscheidet bei Sperrmüll in Niederösterreich die Gemeinde über Termine und Entgelte, nicht die MA 48. Zweitens öffnet die Schranke am Sammelzentrum nur mit Karte oder Meldenachweis der Trägergemeinde. Drittens endet das Jahreskontingent schneller, als eine Wohnung leer wird.
Für einzelne Möbelstücke genügt der Weg ins Altstoffsammelzentrum. Sobald eine ganze Wohnung, ein Keller oder ein Haus ansteht, wird Sperrmüll in Niederösterreich zur Wochenendarbeit. Eine beauftragte Räumung spart Ihnen diese Fahrten. Wir arbeiten in Wien, Niederösterreich und im Burgenland.
Rufen Sie uns unter +43 664 99 84 99 55 an, Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr. Wir kommen zur kostenlosen Besichtigung und nennen Ihnen danach den schriftlichen Fixpreis. Alle Leistungen im Überblick finden Sie bei Räumung 4 You.
Ist die MA 48 auch in Niederösterreich zuständig?
Nein. Die MA 48 ist eine Abteilung des Wiener Magistrats und arbeitet ausschließlich im Stadtgebiet. Außerhalb Wiens erfüllt die jeweilige Gemeinde diese Aufgabe, meist gemeinsam mit ihrem regionalen Umweltverband. Anrufe bei der MA 48 helfen deshalb nicht weiter. Zuständig ist immer das Gemeindeamt Ihres Hauptwohnsitzes.
Darf ich als Wiener Sperrmüll in einem niederösterreichischen Sammelzentrum abgeben?
Nein. Die Anlagen sind für Haushalte der Trägergemeinden gebaut und über deren Abfallgebühren finanziert. Der Zutritt läuft über Berechtigungskarten oder Meldenachweise, teilweise sogar über Kennzeichenprüfung wie in St. Pölten. Ohne diesen Nachweis öffnet die Schranke nicht. Wiener Haushalte nutzen daher die Mistplätze der Stadt.
Was kostet die Abgabe im Altstoffsammelzentrum?
Haushaltsübliche Mengen deckt in der Regel die laufende Abfallgebühr ab. Darüber hinaus verrechnen die Gemeinden nach Menge, etwa Guntramsdorf mit 5,00 Euro je 50 Liter Restmüll oder 4,50 Euro je 50 Liter Bauschutt. Auch Reifen kosten dort 4,00 Euro je Stück. Die genaue Tarifliste steht im Abfuhrkalender.
Wie viel Sperrmüll in Niederösterreich darf ich pro Jahr abgeben?
Das hängt vom Verband ab. Im Bezirk Baden gelten zwei Kubikmeter je Anlieferung als haushaltsüblich, beispielsweise eine große Couch oder vier Autoreifen ohne Felge. Korneuburg rechnet stattdessen mit 200 Kilogramm je Haushalt und Jahr. St. Pölten begrenzt auf eine Kofferraumladung und eine Anfahrt pro Tag.
Gibt es im Burgenland eine Abholung an der Adresse?
Das Landesgesetz verpflichtet jede Gemeinde, eine öffentliche Sammelstelle für sperrige Abfälle zu betreiben, sofern das nicht ein Gemeindeverband übernimmt. Der Verband darf zusätzlich regionale Sammelstellen errichten. Eine zusätzliche Abholung regelt jede Gemeinde selbst und kündigt sie im Abfuhrplan an. Fragen Sie deshalb direkt am Gemeindeamt nach.
Nimmt das Sammelzentrum auch Bauschutt?
Oft nicht, und wenn, dann nur in kleinen Mengen. Korneuburg schließt Bauschutt und Erde ausdrücklich aus. St. Pölten erlaubt 20 Kilogramm je Quartal, Klosterneuburg rund 20 Liter je Anlieferung, Guntramsdorf verrechnet 4,50 Euro je 50 Liter. Rufen Sie vorher an, sonst fahren Sie beladen wieder heim.
Was mache ich mit Sperrmüll ohne eigenes Auto?
Melden Sie zunächst die jährliche Sperrmüllabholung Ihrer Gemeinde an. Manche Verbände bieten zusätzlich eine mobile Sammlung auf Antrag des Liegenschaftseigentümers an. Reicht beides zeitlich nicht, übernimmt ein befugter Betrieb Abtransport und Entsorgung. Wir tragen aus der Wohnung, verladen und übergeben besenrein.
Wer haftet, wenn eine Firma meinen Sperrmüll illegal ablagert?
Das Bundesgesetz macht den Abfallbesitzer dafür verantwortlich, dass er einen berechtigten Sammler beauftragt und die ordnungsgemäße Entsorgung ausdrücklich verlangt. Sie können also mithaften, obwohl Sie bezahlt haben. Lassen Sie sich deshalb die Berechtigung zeigen und den Entsorgungsweg schriftlich bestätigen. Seriöse Betriebe legen das unaufgefordert vor.
Über diesen Beitrag und unsere Quellen
Dieser Beitrag stammt vom Team von Räumung 4 You. Wir räumen seit Jahren Ordinationen, Gewerbeobjekte und Wohnimmobilien in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Die beschriebenen Abläufe, Zeitangaben und Beispiele stammen aus eigenen Aufträgen.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag gibt den Stand September 2026 wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Öffnungszeiten, Kontingente und Entgelte legt jede Gemeinde selbst fest. Prüfen Sie sie vor der Anlieferung bei Ihrem Abfallverband.
Quellen
- NÖ Umweltverbände
- NÖ Umweltbericht
- Land Niederösterreich
- GVA Baden
- Marktgemeinde Guntramsdorf
- Stadtgemeinde Korneuburg
- Stadt St. Pölten
- Abfallverband Schwechat
- Stadtgemeinde Klosterneuburg
- Burgenländischer Müllverband
- Umweltdienst Burgenland
- Stadtgemeinde Oberpullendorf
- Land Burgenland
- Stadtgemeinde Oberwart
- GVA Mödling
- Marktgemeinde Perchtoldsdorf
Gesetzesstellen
- NÖ Abfallwirtschaftsgesetz 1992
- Abfallwirtschaftsgesetz 2002
- Bgld. Abfallwirtschaftsgesetz 1993




